Erdäpfel-Experience #1: Wir teilen uns einen Erdäpfel-Acker

Die einen haben einen Acker, der ihnen zu groß ist, möchten aber selbst Erdäpfel anbauen, die anderen, wie wir, Elisabeth und Klaus Egle von den Wein4tler Neudenkern und Erdäpfelliebhaber, suchen einen Acker, weil wir auch gerne einmal Erdäpfel anbauen und ernten möchten. Das mit allen Arbeiten dazwischen. Wir haben uns gefunden und teilen uns einen Acker auf dem Auberg in Enzersdorf bei Staatz. Dort gibt es eine belebte Kellergasse, wo auch unser Presshaus steht, ein paar Hektar Weinbau und Reste von kleinteiligem Ackerbau, auch Kleinfeldbewirtschaftung genannt, der immer öfter in große Mais- und Getreidefelder aufgeht.
Unser Selbstversorger-Projekt begleiten wir fotografisch und haben am 23. April 2021 den Grundstein für eine hoffentlich reiche Ernte gelegt.

Erdäpfel anbauen ist viel Handarbeit.

Elisabeth Egle

Vor dem Einlegen der Erdäpfel wurde das Feld noch einmal mit der Fräse bearbeitet, so kann die Legemaschine die Erdäpfel gleichmäßig in den fein krümeligen Boden einlegen. Die Erdäpfel werden in die Legekisten gefüllt, links die mehligen für das Püree, rechts die festkochenden, dann nehmen wir zu zweit dahinter Platz und legen die Saatkartoffeln einzeln in den Trichter, durch den sie in die Erde rutschen. Den Legetakt gibt ein klingendes Rad vor. Das macht Stress, Erfolgsstress, denn wir wollen keine Setzlöcher lassen.
Die Schaufler schütten über die in der Erde verschwundenen Erdäpfel Dämme auf.

Wir lernen: Viel Handarbeit ist das Anbauen von Erdäpfel schon jetzt. Die 70 Kilo Erdäpfel waren rasch versenkt. Da sie sehr groß waren, hätten wir sie vorher noch halbieren können. Viel Demut vor dem Erdapfel ist sowieso gefragt: Das Sitzen auf der Legemaschine geht nur mit gebücktem Rücken.

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