Erdäpfel-Experience #3: Ernte gut, alles gut.

Unser Erdäpfel-Experience 2021 neigt sich dem Ende zu. Ihr erinnert euch? Begonnen haben wir im späten Frühjahr voller Euphorie mit 70 Kilo großen Bio-Saaterdäpfeln. Sogar der Mond stand richtig. Wir wollten wissen, was es heißt, Erdäpfel anzubauen, die „bio“ sind. Weil im Supermarkt und auf dem Markt kaufen, das kann jeder. Bei den schweren Arbeiten wie dem Ackern hat uns ein Bauer mit seinem Traktor geholfen, der gegenüber sein Erdäpfelfeld hat. Wir danken ihm sehr, dass wir diese Knochenarbeit auslassen durften!

Fotos: Klaus Egle, Text: Elisabeth Egle

Wenn man sich seine Erdäpfel so mühsam erarbeiten muss, hat man gleich einen anderen Bezug zu ihnen.

Elisabeth Egle und Klaus Egle

m Juli kam der große Hagel, der den Großteil der Stauden auf unserem kleinen Feld zerfetzt hat. Leblos lag das Feld vor uns. Das Nachbarfeld mit der konventionellen Anbaumethode sah nach diesem Unwetter wesentlich vitaler aus. Wir rätseln bis heute, was der Grund ist. Unsere Hoffnung auf eine reiche Ernte war dahin. Wir haben uns damit getröstet, dass das Jahr 2021 eben ein sehr kompliziertes ist. Umso größer unsere Überraschung am Erntetag: Die Ernte war reichlich und die Erdäpfel sind makellos und groß.
Wie kommt man zu seinem fairen Anteil? Das geht nach alter Weinviertler Zählmethode: Der ganze Acker wird abgeschritten und die Hälfte der Schritte wieder zurückgegangen. Einfach aber gerecht!

Unser Fazit: Wenn man im Supermarkt steht und ganz selbstverständlich zu den Bio-Erdäpfeln greift, macht man sich kaum eine Vorstellung, was das für den Produzenten bedeutet. Und: Wenn man sich seine Erdäpfel so mühsam erarbeiten und erkämpfen muss, hat man gleich einen ganz anderen Bezug dazu – und natürlich schmecken sie auch viel besser!


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