Das ultimative Gnocchi-Rezept vom Auberger Erdapfel ohne Ei

Ihr erinnert euch? Begonnen haben wir mit unserem Erdäpfel-Experience im späten Frühjahr 2021 – 70 Kilo Bio-Saaterdäpfeln mussten in die Erde. Wir wollten wissen, was es heißt, Erdäpfel anzubauen, die „bio” sind. Weil im Supermarkt und auf dem Markt kaufen, das kann jeder. Bei den schweren Arbeiten wie dem Ackern hat uns ein Bauer mit seinem Traktor geholfen, der gegenüber sein Erdäpfelfeld am Auberg hatte. Geerntet haben wir zusammen über 100 Kilo feste und mehlige Erdäpfel.

Groß ist unsere nun Freude: Unsere Erdäpfel haben es bis nach Steyr ins Restaurant Franz Ferdinand geschafft, um dort verkostet zu werden. Das betreiben das Gastronomen-Ehepaar Maria und Bernhard Forstreiter, die im Weinviertel das Gästehaus Weinberg 6, ein altes Bauernhaus in Unterretzbach, renoviert haben. Wir bekamen von ihnen Fanpost in Form des ultimativen Gnocchi-Rezeptes ohne Ei, wie es Maria Forstreiter ihren Gästen im Lokal serviert. Wir freuen uns sehr, denn unsere Auberger Erdäpfel haben den Geschmacks- und Verarbeitungstest mit Bestnote bestanden.

Fotos & Text: Elisabeth Egle (Ackerfoto) und Maria Forstreiter (Kochfotos)

Frisch aus dem Kochwasser gefischt. Jetzt heißt es schnell sein mit dem Servieren der Gnocchi.

Zutaten

1 Kilo mehlige Erdäpfel – wir verwenden unsere Agria
300 g griffiges Mehl
Salz
Muskatnuss

Zubereitung

  • Die Erdäpfel in der Schale in in einem großen Kochtopf mit reichlich Salzwasser ca. 20 Minuten kochen, also bis sie weich sind.
  • Beim Wasserabgießen sollte kein Wasser mehr bei den Kartoffeln bleiben. Damit erhält man einen schönen, trockenen Teig. Generell gilt: je trockener, desto besser.
  • Erdäpfel schälen und durch die Kartoffelpresse oder Flotte Lotte drücken.
  • Freundlich und rasch kneten: Der Teig soll luftig und homogen sein und nicht auseinanderbröseln. Beim Kneten und auch beim Rollen nicht zu viel Druck auszuüben. Es gilt: So wenig wie möglich – so viel wie nötig. Bevor man den Gnocchiteig mit den Händen bearbeitest, verwendet man zunächst eine Gabel, um das Mehl unter die Kartoffelmasse zu rühren. Die Hände mit etwas Speisestärke bestäuben, so klebt der Teig nicht so stark überall zwischen den Fingern.
  • Den fertigen Teig am besten immer direkt verarbeiten. Wenn er kalt wird, wird er matschig und schlecht formbar.
  • Die fertig geformten Gnocchi mit etwas Mehl bestäuben, sonst kleben sie nachher zusammen.
  • Mit dem Kochen nicht länger als eine Stunde warten, sonst werden sie unschön.
  • Die Teigkugel in vier große Stücke teilen, diese dann jeweils nochmal in vier teilen. Das macht 16 kleine Teigbällchen. Aus diesen formt man dann jeweils eine ca. 2 cm dicke Rolle.
  • Aus den Gnocchi-Rollen je ca. 1 – 2 cm breite Stücke schneiden und mit ein bisschen Mehl bestäuben, dass sie nicht zusammenkleben. Wer will, kann mit einer Gabelzinke die typischen Gnocchi-Rillen hineindrücken. Wir machen das nicht immer, weil es manchmal schnell gehen muss.
  • Salzwasser aufkochen und den Herd etwas zurückschalten, die Gnocchi vorsichtig hineinlegen, sie sinken auf den Topfgrund. Die Gnocchi sollte man sofort aus dem Topf nehmen, sobald sie an der Oberfläche erscheinen. Da heißt es schnell sein, sonst sind die zu weich.

Es gibt viele Saucenvarianten für Gnocchi. Rote Rübe in Entenragout ist eine meiner Lieblingssaucen.

Maria Forstreiter
Gnocchi mit Pilzen – ein Klassiker.
Gnocchi mit Kürbis und Salbeibutter.
Gnocchi mit Roter Rübe in Entenragout.

Serviertipps

Mit Sauce untermischen oder vor dem Servieren in etwas feingeschnittenem Salbei und Butter in einer großen Pfanne goldbraun anbraten. Geriebenen Parmesan drüber und fertig. Der Gnocchi-Genuss ist grenzenlos. Ist das nicht herrlich?

.